Louis Opländer

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Der Produzent

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Belegschaft und Produkte der Fa. Louis Opländer mit Fasskubiziergerät (rechts), zwei Entstaubungsanlagen mit Transmission (links davon) und Feuerlöschapparat (hinten Mitte), um 1910.

In zweifellos schweren Zeiten und entbehrungsreicher Kindheit hatte Louis in jungen Jahren die Profession seines Vaters Caspar Ludwig Opländer übernommen und die technischen Lösungen für weitere Lebens- und Anwendungsbereiche wie Heizung, Lüftung und Sanitär weiterentwickelt. Hierbei zeigte sich, dass seine frühen Erfahrungen im Handwerksbetrieb ihn gelehrt hatten, in komplexen Zusammenhängen zu denken.

Das versetzte ihn in die Lage, die technischen Lösungen in größere Anwendungskategorien zu transferieren. So wurden beispielsweise im Bereich der Dortmunder Schwerindustrie Anlagen beachtlicher Größenordnung gebaut: zum einen für die Beheizung und Lüftung der Waschkauen, zum anderen wurden an die Waschkauen selbst immense technische Anforderungen gestellt. Denn hier benötigten tausende Bergleute zeitgleich große Wassermengen in der richtigen Temperatur zum Waschen bzw. Duschen nach getaner Arbeit. Diese Anlagen stellten für ihre Zeit technisch anspruchsvolle Lösungen dar.

Louis war leibhaftiger Ingenieur oder Ingenius mit einer ausprägten Anspruchshaltung gegenüber dem Beruf des Ingenieurs und dem Anspruch, technische Lösungen für damalige Wohn- und Arbeitsbedingungen zu entwickeln. Mit seinen technischen Planungen ging stets ein ambitionierter Sinn zur Verbesserung technischer Vorgänge und der Lebensqualität der Menschen einher.

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Ofenheizungen wurden durch Zentralheizungen ersetzt.

Seine Anlagen und Apparate waren darauf ausgelegt, die technischen Anforderungen ihrer jeweiligen Anwendung zu erfüllen und zugleich einen möglichst effizienten Betrieb zu ermöglichen. Laut historischen Quellen wurde der Wirkungsgrad damals auch anhand des Energiebedarfs bewertet. Sein außerordentlicher Erfindergeist und seine Auffassungsgabe ließen ihn den unendlich großen Bedarf an Neuerungen erkennen und unternehmerisch erfolgreich technische Lösungen für die neuen Herausforderungen finden. So erforderte die Industrialisierung innerhalb kürzester Zeit große Anstrengungen, was die massenhafte Unterbringung von zugezogenen Arbeitern in neuen Wohnungen anging.

Diese erbaute man damals in einfachster Bauweise mit Ziegelmauerwerk, ohne Isolierung der Wände, mit undichten Fenstern und Türen. Geheizt wurde mit dem Küchenherd oder einem Zimmerofen – mit Kohle befeuert. Der Zimmerofen lieferte zwar die gewünschte Wärme, jedoch waren der durch ihn verursachte Staub und die Abgase die unerwünschten Folgen. Die Mehr-Etagenhäuser hatten damals oft nur einen einzigen Kamin, in den in jedem Stockwerk die Rauchgase abgeleitet wurden, wodurch in höheren Stockwerken eine erhöhte Belastung durch Rauchgase entstehen konnte. Als Ingenieur hatte sich Louis vorgenommen, die Belastung durch damalige Ofenheizungen technisch zu verringern, und verfolgte als sein oberstes Ziel, die damalige Ofenheizung gegen eine Zentralheizung zu ersetzen.

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Louis Opländer, Zentralheizungen Dortmund

Die Dampf-Zentralheizung existierte zwar in gewisser Hinsicht bereits, allerdings wies sie nach damaligen fachlichen Maßstäben Einschränkungen beim Wohnkomfort auf.

Die Warmwasser-Schwerkraftheizung war ein Ansatz zur Verbesserung der damaligen Wärmeversorgung, was allerdings zu Anfang nur bei kleinen Anlagen gelang. Der Ansatz des Warmwasser-Heizungssystems wurde in der Folge weiterentwickelt, um eine möglichst gleichmäßige Wärmeverteilung zu erreichen. Mit der Entwicklung und Herstellung von Dampf- und Warmwasserheizungen etablierte sich die Firma „Louis Opländer“ zunehmend im Zentralheizungsbau. So umfasst das Lebenswerk des Fabrikanten Louis Opländer zahlreiche technische Entwicklungen, zu denen als erste schon kurz nach der Jahrhundertwende die Fasskubiziermaschine zählte.

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Louis Opländer im Trikot des Radrennvereins „Eilrad Dortmund“

Der Fabrikant Louis Opländer war auch privat allem Neuen aufgeschlossen. Er war sportbegeistert, ob mit dem Rennrad in den 1880er Jahren, dem zu der Zeit gerade in Mode gekommenen Skilaufen oder dem Rudersport. Er erlebte 1898 die Eröffnung des Dortmund-Ems-Kanals, was seine Begeisterung für den Rudersport stärkte, und wurde Mitbegründer des Ruderclub Hansa e.V. in Dortmund. Zeitgenössische Quellen zeigen, welchen Stellenwert Fairness für Louis Opländer hatte – auch in seinem geschäftlichen Handeln.